Die Deutschen Biotechnologietage 2026 brachten am 21. und 22. April in Leipzig erneut Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medizin, Politik und Investment zusammen. Für Leibniz Gesundheitstechnologien bot die Veranstaltung die Gelegenheit, den Forschungsverbund als interdisziplinäres Netzwerk für medizinische Technologien und Transfer in medizinische Anwendungen zu präsentieren und den Austausch mit überregionalen Partnern aus Biotechnologie, Diagnostik und Gesundheitswirtschaft zu vertiefen.
Translation im Fokus
Der von Leibniz-IPHT in Jena koordinierte Leibniz-Forschungsverbund präsentierte sich auch in der Industrieausstellung – gemeinsam mit dem InfectoGnostics Forschungscampus, der LEG Thüringen und der bm-t Thüringen. Am gemeinsamen Stand wurde auch das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) vorgestellt, das sich in Jena als neue Leibniz-Translationsinfrastruktur im Aufbau befindet. Das LPI soll lichtbasierte Diagnose- und Therapieansätze für Infektionskrankheiten systematisch zur Anwendungsreife führen und so den Transfer innovativer Gesundheitstechnologien in die klinische Praxis beschleunigen.
Innerhalb von Leibniz Gesundheitstechnologien gehört das LPI neben dem Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg und dem Leibniz Joint Lab „First in Translation“ zu den drei zentralen Translationsinfrastrukturen des Verbunds.
Session zu Antibiotikaresistenzen wird moderiert von LGT-Geschäftsführer
Ein besonderer fachlicher Akzent der Deutschen Biotechnologietage war die Session „Antibiotic Resistance: Fighting the Silent Pandemic“ am 22. April 2026. Moderiert wurde sie von Dr. Jens Hellwage, dem Geschäftsführer von Leibniz Gesundheitstechnologien und des InfectoGnostics Forschungscampus Jena. Im Zentrum der Session standen aktuelle Fortschritte bei schneller und präziser Diagnostik und bei phagentherapeutischen Ansätzen. Zudem wurde die Frage betrachtet, wie zielgerichtete Forschungsförderung die Entwicklung innovative Diagnostik- und Therapie-Lösungen beschleunigen kann.
Die Session griff damit ein Thema auf, das innerhalb von Leibniz Gesundheitstechnologien besonders im Kompetenzfeld Point-of-Care-Technologien adressiert wird. Denn der Kampf gegen Antibiotikaresistenzen erfordert schnelle, präzise und praxistaugliche Diagnostik, um Therapieentscheidungen früher und gezielter treffen zu können. Genau hier setzt der Leibniz-Forschungsverbund mit der Entwicklung verlässlicher diagnostischer Verfahren für die Anwendung nahe am Patienten an.