Im Zentrum von Pintos Forschung stehen Engineered Living Materials (ELMs) – Materialsysteme, die lebende Mikroorganismen integrieren, um Funktionen wie Sensorik, Wirkstofffreisetzung oder Selbstheilung bereitzustellen. Auf dem Kongress stellte Pinto aktuelle Ergebnisse hierzu mit einem Poster vor, diskutierte methodische Ansätze und erhielt konkrete Hinweise zur Fokussierung der nächsten Arbeitsschritte sowie zu möglichen Anwendungsszenarien.
Ziel ihrer Arbeit ist die Entwicklung bakterieller „Survival Switches“, mit denen sich Aktivität und Persistenz eingebetteter Mikroben steuern lassen. So entsteht aktives Biokontainment, das technologische Leistungsfähigkeit mit klaren Sicherheitsanforderungen verbindet. Das Konzept eines aktiven Biokontainments ist dabei ein Schlüssel, um Wirksamkeit und Sicherheit im späteren Anwendungskontext in Einklang zu bringen und die Translation in die Praxis vorzubereiten.
Austausch, Feedback und mögliche neue Kooperationen
Der Kongress brachte Doktoranden und Wissenschaftler aus den Bereichen Materialwissenschaft, Synthetische Biologie und Mikrobiologie zusammen. Im direkten Gespräch am Poster widmete sich die Leibniz-Wissenschaftlerin dem fachlichen Austausch, beantwortete Fragen und erhielt wertvolles Feedback aus erster Hand. Besonders hervorzuheben ist die Kontaktaufnahme mit Forschern am DWI – Leibniz‑Institut für Interaktive Materialien, die ebenfalls Partnerinstitut im Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien sind: Forscher aus beiden Instituten signalisierten Interesse an einer künftigen Zusammenarbeit zu den vorgestellten Themen und bereiten damit den Weg für eine gemeinsame Projektskizze.
Förderung durch das CPI-Förderinstrument von Leibniz Gesundheitstechnologien
Die Teilnahme wurde durch die Conference Participation Initiative (CPI) ermöglicht. Dies ist ein Förderinstrument von Leibniz Gesundheitstechnologien, das dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Präsentation von Ergebnissen auf internationalen Bühnen erleichtert und den Aufbau von Kooperationsnetzwerken unterstützt. „Ich danke Leibniz Gesundheitstechnologien für die Unterstützung, die meine Teilnahme am Kongress und die damit verbundene Verbreitung und Weiterentwicklung meines Forschungsvorhabens ermöglicht hat“, sagt Victoria Pinto.