Bildgebende Methoden

EINZIGARTIGE EINBLICKE IN ECHTZEIT

Das Kompetenzfeld Bildgebende Methoden zielt auf die Etablierung verbesserter, präziser, hochsensitiver und hochspezifischer bildgebender optischer Methoden zur labelfreien Darstellung der Gewebemorphologie und Zusammensetzung mit subzellulärer Auflösung. Dies verkürzt und präzisiert chirurgische Interventionen, z. B. in der Krebsmedizin.

 Eine Schlüsseltechnologie ist hier die multimodale lineare und nichtlineare Mikroskopie . Sie ist in der biomedizinischen Grundlagenforschung bereits ein etabliertes Werkzeug zur schnellen, labelfreien Untersuchung der dreidimensionalen Struktur und chemischen Zusammensetzung von Einzelzellen und Geweben bis hin zu Organen, da sie Eindringtiefen von mehr als 1 mm in nativem Gewebe mit subzellulärer räumlicher Auflösung kombiniert und somit in Echtzeit einzigartige Einblicke in den Zusammenhang von biologischer Struktur und Funktion erlaubt. Im Gegensatz dazu fehlt in der medizinischen Routinediagnostik allgemein und speziell in der Endoskopie sowie der Chirurgie bislang ein vergleichbares bildgebendes Verfahren, das intra-/perioperativ die labelfreie Darstellung der Gewebemorphologie und Zusammensetzung mit subzellulärer Auflösung analog der konventionellen Färbehistologie ermöglicht. Hier verspricht der Einsatz optischer, im Besonderen spektroskopischer Bildgebungsverfahren mit chemischem und morphologischem Kontrast (wie z. B. Fluoreszenz, Raman etc.) konzeptionell neuartige Lösungsansätze für den klinischen Alltag.

Innovative Verfahren der optischen Bildgebung können durch Früherkennung und Definition von Risikopopulationen rasch zu einer Verbesserung der Patientenversorgung führen und damit langfristig zu einem ökonomischeren Gesundheitssystem beitragen. Die Translation der multimodalen linearen und nichtlinearen Mikroskopie könnte diese Lücke in der medizinischen Diagnostik füllen.