Investor Days Thüringen: Leibniz-Startups präsentieren Technologien für Hirnchirurgie und Vor-Ort-Diagnostik

| Die beiden Startups HyPhoX und DeepEn – Ausgründungen aus dem Leibniz-IHP und dem Leibniz-IPHT – haben sich am 14. Juni bei den Investor Days Thüringen 2022 in Erfurt vorgestellt.

Das IHP-Startup "HypHoX" stellt seine Sensoren für die Vor-Ort-Diagnostik bei den Investor Days Thüringen 2022 vor.

Das IHP-Startup "HypHoX" stellt seine Sensoren für die Vor-Ort-Diagnostik bei den Investor Days Thüringen 2022 vor.

Die siebten Investor Days Thüringen haben am 14. und 15. Juni 2022 brachten Startups und die Innovationscommunity in Erfurt zusammen. Auf der "Early Stage"-Pitchbühne am ersten Tag präsentierten sich gleich zwei Ausgründungen von Partnern des Forschungsverbunds Leibniz Gesundheitstechnologien mit Kurzpräsentationen („Pitches“).

Aus dem Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt (Oder) beteiligte sich das Startup HyPhoX, das Forschungsergebnisse aus dem Kompetenzfeld der Point-of-Care-Technologien realisiert. HyPhoX liefert mit einem neuartigen photonischen Sensor ein universales Analysetool für Flüssigkeiten. Damit können zum Beispiel Viren, Giftstoffe, Bakterien und Proteine in Blut, Urin oder Wasser detektiert werden − und zwar in Echtzeit und direkt vor Ort. Möglich macht das ein patentierter photonischen Sensor, der günstig in Massenproduktion gefertigt werden kann.

Vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT, Jena) präsentierte sich zudem das in Gründung befindliche Unternehmen DeepEn.

Die Ausgründung des Leibniz-IPHT entwickelt eine haardünne Fasersonde, die sich für endoskopische Bildgebung in empfindlichem Gewebe – beispielsweise tief im Gehirn – eignet. Das Endoskop nutzt für die Übertragung von Bildinformationen den engstmöglichen Kanal – eine einzelne Multimode-Lichtleitfaser. Mittels computergesteuerter holografische Modulatoren und Prinzipien der digitalen Holografie kann die komplexe Lichtausbreitung durch die Faser charakterisiert und exakt angepasst werden. Dies ermöglicht den Einsatz fortschrittlichster Bildgebung am Ende der winzigen Sonde, die selbst in tiefste Regionen des Gehirns eingesetzt werden kann.