Symposium: Point-of-Care-Technologien – Verlässliche Diagnosen in kürzester Zeit

Am 08. November 2018 veranstaltet Leibniz Gesundheitstechnologien das Symposium „Point-of-Care-Technologien: Verlässliche Diagnosen in kürzester Zeit“ und lädt Vertreter aus Klinik, Forschung, Politik und Industrie herzlich zur der kostenlosen Veranstaltung ein.

Das eintägige Leibniz-Symposium wird gemeinsam organisiert durch den Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien und das Forschungszentrum Borstel - Leibniz Lungenzentrum.

Im Fokus der Veranstaltung stehen neuartige photonische Point-of-Care-Verfahren (PoC), die eine Risikobewertung von alters- und lifestyle-bedingten Krankheiten innerhalb weniger Minuten erlauben – idealerweise für eine Kombination mehrerer Erkrankungen gleichzeitig. Mediziner und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft stellen im Vortragsprogramm den derzeitige Entwicklungsstand solcher neuartigen Technologien vor und diskutieren im Rahmen eines World Cafes die nächsten Schritte zur Markteinführung von Point-of-Care-Lösungen.

Termin:
08. November 2018, 09:30 – 16:30 Uhr

Ort: Hotel Rossi,
Lehrter Str. 66, 10557 Berlin

Anmeldung: www.leibniz-healthtech.de/registrierung-poct


Wiss. Organisation:
Dr. Karina Weber, Leibniz-Institut für Photonische Technologien
PD Dr. Andreas Frey, Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum
Dr. Jens Hellwage, Leibniz Gesundheitstechnologien

Veranstaltungsorganisation:
Sybille Demmler, Leibniz Gesundheitstechnologien
Christian Döring, Leibniz Gesundheitstechnologien

Kontakt:
Tel.: +49 3641 948 362
demmler@leibniz-healthtech.de

Programm

Begrüßung & Vorstellung des Forschungsverbunds

Begrüßung

Prof. Dr.  Jürgen Popp, Leibniz-Institut für Photonische Technologien

PD Dr. Andreas Frey, Forschungszentrum Borstel – Lungenzentrum Borstel

Dr. Jens Hellwage, Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien


Vorstellung Forschungsverbund Leibniz Gesundheitstechnologien

Prof. Dr.  Jürgen Popp, Sprecher des Forschungsverbunds Leibniz Gesundheitstechnologien

 

 

EXASENS: Frühe Vorhersage von akuten Verschlimmerungen bei Asthma und COPD

PD Dr. Andreas Frey

Forschungszentrum Borstel – Lungenzentrum Borstel

Abstract:

Weltweit leiden über 500 Millionen Menschen an Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), wobei sich die größten medizinischen Probleme aus dem Auftreten plötzlicher, anfallartiger Verschlimmerungen der Erkrankung ergeben. Der der Forschungsverbund EXASENS möchte eine Point-of-Care Plattform entwickeln, mit deren Hilfe eine derartige Spontanverschlimmerung bzw. Exazerbation vorhergesagt werden kann. Eine präzise und frühzeitige Diagnose würde es erlauben, rechtzeitig therapeutische Gegenmaßnahmen zu ergreifen und damit die akute, oft lebensbedrohliche Akutsituation zu lindern oder zu vermeiden.

Ziel des Verbundprojektes ist es, diagnostische Marker zu identifizieren, die für eine bevorstehende Exazerbation spezifisch sind, und geeignete Mess- und Detektionsverfahren für deren Nachweis in leicht zugänglichem Probenmaterial zu etablieren. Als Ergebnis soll eine spezifische, aber flexible modulare, Chip-basierte Messplattform entstehen, in der eine Vielzahl diagnostischer Parameter mit unterschiedlichen biochemischen Assays vermessen sowie mit optoelektronischen und anderen physikalischen Verfahren erfasst werden kann.

CV:

Herr Dr. Andreas Frey hat an der Technischen Universität Darmstadt Chemie studiert und im Fachbereich Biochemie promoviert. Danach ging er für einen dreijährigen Post-Doc Aufenthalt an die Harvard Medical School in Boston, USA, wo er sich im Labor von Prof. Marian Neutra erstmals mit dem Themenkreis Schleimhautimmunologie, Schluckimpfstoffe und der Analytik von mukosalen Immunreaktionen auseinandersetzte. Nach der Rückkehr nach Deutschland führte er diese Arbeiten weiter und habilitierte sich an der Universität Münster im Fach Immunologie. Seit 2002 leitet er die Forschungsgruppe Mukosale Immunologie und Diagnostik am Forschungszentrum Borstel. Schwerpunkte der dortigen Projekte, die häufig in Kooperationsverbünden mit akademischen wie auch industriellen Partnern durchgeführt werden, sind die Entwicklung neuer, peptidbasierter Wirkstoffe sowie der Aufbau von biochemischen Assaysystemen für die medizinsche Diagnostik.

Bosch Vivalytic – Die universelle und innovative Plattform für molekulare und patientennahe Labordiagnostik

Dr. Frank Apostel

r-biopharm AG

Abstract:

Die patientennahe Labordiagnostik zur Detektion von Nukleinsäuren und Infektionskrankheiten gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und weist großes Potenzial auf, die konventionelle Analytik im Labor zu ergänzen.

Mit Vivalytic steht eine vollautomatisierte All-in-one Plattform für die patientennahe Labordiagnostik zur Verfügung. Es vereint ein in seiner Größe bisher einzigartiges Spektrum an Nukleinsäure-Analyseverfahren und ermöglicht neben qualitativer und quantitativer PCR auch Microarray-Tests. Vivalytic kombiniert die Aufarbeitung verschiedenster Probenmaterialien mit der Analyse einzelner oder mehrerer Krankheitserreger, bzw. genetischer Veränderungen und liefert innerhalb kurzer Zeit aussagekräftige und zuverlässige Ergebnisse, welche eine schnellere und zielgerichtete Therapie durch den Arzt ermöglichen.

CV:

Dr. Frank Apostel übernahm im Oktober 2012 die Leitung des neu gegründeten Unternehmensbereiches des Business Development und der Personalisierten Medizin bei der R‑Biopharm AG in Darmstadt. Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Erschließung neuer Geschäftsfelder im Diagnostikbereich. Hierbei gilt sein spezielles Interesse der Entwicklung von Kooperationen in der personalisierten und der Point-of-Need Diagnostik. Zuvor arbeitete er für namhafte Firmen wie der QIAGEN GmbH und der Eppendorf AG in diversen Managementfunktionen. Herr Dr. Frank Apostel ist Diplom-Chemiker und promovierte im Fach der Molekularen Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und am Beckman Research Institute of City of Hope, Duarte, USA.

Vivatmo – Eine neue Dimension in der Therapie von Atemwegsentzündungen

Dr. Sonja Lauterbach

Bosch Healthcare GmbH

Abstract:

Bei Bosch Healthcare Solutions verfolgen wir das Ziel, die Lebensqualität von Patienten mit chronisch-entzündlichen Atemwegserkrankungen durch neue Technologien deutlich zu verbessern. Mit dem Vivatmo System bringen wir erstmals eine anerkannte Atemgasmessung von der Facharztpraxis zum Patienten nach Hause. Unsere Produkte und Dienstleistungen setzen ausschließlich und konsequent auf den Kernkompetenzen der Bosch-Gruppe auf. Diese sind Sensor- und Mikrosystemtechnologie, Miniaturisierung, Algorithmenentwicklung und intelligente Vernetzung sowie die Fertigung hochpräziser, komplexer Produkte in Bosch Qualität – „Technik fürs Leben“ entwickelt und produziert in Deutschland.

CV:

Frau Dr. Sonja Lauterbach leitet die Produktfelder Therapiemanagement und Hightech Components sowie den Bereich Geschäftsfeldentwicklung bei der Bosch Healthcare Solutions GmbH mit Sitz in Waiblingen bei Stuttgart. Bosch tritt mit der Tochtergesellschaft in den Gesundheitsbereich ein: Mit dem Vivatmo System können Ärzte und Patienten den Entzündungsgrad der Atemwege messen. Die innovative Methode unterstützt die Asthma-Diagnose und schafft optimale Voraussetzungen für ein effizientes Therapiemanagement. Bis 2015 arbeitete Frau Lauterbach in einem In-Vitro-Diagnostik Unternehmen und sammelte dort Erfahrungen in leitenden Positionen im Produktmanagement, Marketing und Vertrieb. Frau Lauterbach hat an der Philips-Universität Marburg studiert und am dortigen Max-Planck-Institut promoviert und hat weiterführend einen MBA International Management der ESB Reutlingen.

POCT im Krankenhaus – Virologische Diagnostik während der Grippewelle

Dr. Steffen Höring

Universitätsklinikum Jena

Abstract:

Jedes Jahr in den Wintermonaten strapaziert die Grippewelle das Gesundheitswesen. Ein sprunghafter Anstieg der Erkrankungszahlen reizt dabei auch die Betten- und Personalkapazitäten im stationären Sektor aus. Eine schnelle und zuverlässige Diagnostik, die rund um die Uhr verfügbar ist, ist eine wichtige Voraussetzung für eine sichere und kosteneffiziente Krankenversorgung . POCT-Technologien helfen diagnostische Engpässe bei vermehrten Probenaufkommen zu vermeiden.

CV:

Steffen Höring hat Humanmedizin in Tübingen studiert. 2014 erlangte er die Approbation als Arzt und promovierte am Institut für Medizinische Mikrobiologie in Tübingen. Seit 2016 ist er als Assistenzarzt  am Insitut für Medizinsche Mikrobiologie am Universitätsklinikum Jena tätig.

 

Nutzwert von PoC-Diagnostik in abgelegenen Gebieten am Beispiel von Offshore-Windparks

Dr. Rüdiger Franz

WINDEA Offshore GmbH

Abstract

In der "Ausschließlichen Wirtschaftszone" Deutschlands in Nord- und Ostsee entstehen Offshore-Windparks, bei denen zeitweise mehrere Tausend Arbeiter z.T. über 100km vom Festland entfernt medizinisch versorgt werden müssen. Ein ganzheitliches medizinisches Versorgungskonzept mit den einzelnen Komponenten Luftrettung, Medizinische Fachkraft vor Ort (Notfallsanitäter), Telemedizin und medizinischer Leitstelle ist etabliert.

Welchen Nutzwert kann die PoC-Diagnostik für die medizinischen und taktischen Entscheidungen bei der Patientenversorgung leisten?

Notfallsanitäter führen Patientenversorgungen gemäß abgestimmter Algorithmen durch. An definierten Punkten wird eine telemedizinische Konsultation durchgeführt. Mit der Übertragung von Vitaldaten sowie synchronisierter Audio- und Videoverbindung in Echtzeit erfolgt Diagnosestellung und Delgation der Therapie durch einen Telemediziner. Seit 2016 können 2710 Behandlung ausgewertet werden.  In einer ersten Phase werden PoC-Kits für Troponin, D-Dimere, CRP und Noro-Virus eingeführt. Evaluiert werden Praktikabilität der Testverfahren in der Einsatzrealität, Einfluss auf Diagnose-Sicherheit und einsatztaktische Versorgungsprozesse sowie die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf verwandte Situationen.

CV

  • 1990 – 1992 Rettungssanitäter Feuerwehr Marl
  • 1993 – 2000 Rettungsassistent im Rettungsdienst der Stadt Castrop-Rauxel
  • 1993 – 2000 Studium der Humanmedizin Universität – Gesamthochschule Essen
  • 2000 – 2004 Marienhospital Gelsenkirchen GmbH, Abteilung für Anästhesie und operativ Intensivmedizin
  • 2004 – 2013 Klinikum Lünen – St-Marien-Hospital, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin; ab 2009 Oberarzt und Leiter der Sektion Notfallmedizin und Leitender Hubschrauberarzt am Luftrettungszentrum Christoph 8
  • 2014 – heute Klinikum Oldenburg AöR, Universitätsklinik für Anästhesiologie/Intensivmedizin/ Notfallmedizin/Schmerztherapie, Oberarzt / Ärztlicher Leiter Offshore Rettung, Ärztlicher Leiter des ganzheitlichen medizinschen Versorgungskonzeptes WINDEAcare

Vernetzt denken, gemeinsam handeln

Dr. Michael Hübschen

Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions GmbH

Abstract:

Aufbau einer Plattform für den Gesundheitsmarkt anhand der Referenzen von Fontane und CCS-Ostsachsen.

Ökosystem als Datendrehscheibe und Partner für Medizinische Anwendungen. Im Projekt „CCS Telehealth Ostsachsen“ wird in der Modellregion Ostsachsen eine offene und universelle, interdisziplinäre und erweiterbare IT-Plattform für die medizinische Versorgung der Patienten aufgebaut. Krankenhäuser, ambulante Praxen und Pflegepersonal in der Modellregion sollen miteinander vernetzt arbeiten können, um Patienten auch und gerade in ländlichen Regionen besser zu betreuen und das Auftreten einer unterschiedlichen Behandlungsqualität zwischen den häufig noch überversorgten urbanen Zentren und dem zunehmend schlechter versorgten ländlichen Raum zu verhindern. Durch die systematische Verringerung der Anfangshürden zur Einrichtung telemedizinischer Projekte soll die Anwendung von Telemedizin, dort wo dies medizinisch sinnvoll ist, projektübergreifend gefördert werden.  Das ist das Kernanliegen des Projekts: die Übertragbarkeit  weitere Nutzer aus der medizinischen Versorgung auf Basis gemeinsamer technischer Standards und  gemeinsam entwickelter Versorgungs- und Qualitätsansprüche.

CV:

Dr. Michael Hübschen studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Saarbrücken sowie an der Universität Zürich in der Schweiz an der er auch seine Promotion schrieb. Herr Dr. Hübschen besitzt langjährige Erfahrung in verschiedenen Führungspositionen im Bereich Healthcare und ist heute für das strategische Wachstumsfeld „Gesundheit“ der Deutschen Telekom AG im Bereich Telemedizin für neue Versorgungsformen verantwortlich.

In seiner vorherigen beruflichen Station war Herr Dr. Hübschen der Geschäftsführer der Vitaphone. Er baute mit Vitaservice das erste weltweit zertifizierte Telemedizin Servicecenter als Geschäftsführer auf.  Vitasystems GmbH bei der Herr Dr. Hübschen ebenfalls Geschäftsführer war, ist Hersteller von EKG-Geräten und hatte  weitere 21 Märkte zu verantworten.

Herr Dr. Hübschen ist Mitglied in mehreren Fachgesellschaften. Und einer seit vielen Jahren im Bereich Telemedizin tätig

Tragbare Sensoren als telemedizinische 24/7-Ergänzung für POCT

Dr.-Ing. Steffen Ortmann

Leibniz-Institut für Innovative Mikroelektronik GmbH, IHP

Abstract:

Tragbare Sensoren – die sogenannten Wearables oder mHealth Geräte – gelten als eine der Schlüsseltechnologien um eine patientennahe Datenerfassung für die Telemedizin bereitzustellen. Damit wird die ambulante Versorgung von Patienten deutlich mobiler und umfassender, denn es können Daten zu jeder Zeit und bereits vor Ort verarbeitet und analysiert werden. Für die Point-of-Care Verfahren bedeutet dies, das auch wertvolle Informationen über die Zeiträume zwischen den einzelnen Diagnosen vorliegen, was die Diagnosestellungen deutlich präziser gestaltet. Es liegt auf der Hand, dass vor allem Patienten die tagtäglich mit Krankheiten zu kämpfen haben von intelligenten Begleittechnologien profitieren. Als potentielle Anwendungen werden die Rehabilitation von Schlaganfallpatienten und die Kontrolle von chronischen Atemwegserkrankungen vorgestellt.

CV

Dr.-Ing. Steffen Ortmann ist seit 2005 Mitglied der Forschungsgruppe drahtlose Sensornetze des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik. Der studierte Informatiker leitet dort die telemedizinischen Aktivitäten und hat zu mehr als 60 Veröffentlichungen in den Themen Zuverlässigkeit, effiziente Datenverarbeitung und Schutz der Privatsphäre in drahtlosen Sensorsystemen beigetragen. Seine Motivation und Zielstellung ist es, tragbare Sensoren als Medizintechnik für eine flächendeckende, digitale Gesundheitsversorgung einzusetzen.

Wege in die Erstattung und Bewertung von Medizinprodukten

Konstanze Angelescu

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Abstract:

Auf welchen Wegen kommen neue medizinische Technologien in die Erstattung? Wann ist eine Bewertung von Nutzen (und Schaden) von Point-Of-Care-Technologien nötig? Welche Anforderungen an die Evidenz werden bei der Bewertung im IQWiG gestellt? Der Vortrag gibt Antworten auf diese Fragen und stützt sich dabei auch auf konkrete Beispiele aus der Praxis der Bewertung von Potenzial und Nutzen.

CV:

Konstanze Angelescu, derzeit stellvertretende Bereichsleitung, ist Gesundheitswissenschaftlerin (M.A.) und Physiotherapeutin. Seit 2013 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Ressort Nichtmedikamentöse Verfahren tätig. Sie betreut dort verschiedene Projekte der Bewertung von Diagnoseverfahren, Screeningverfahren und therapeutischen (nicht medikamentösen) Interventionen einschließlich Medizinprodukt-Methoden.

Die neue Förderrichtlinie „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“ sowie weitere aktuelle BMBF-Förderprogramme für Unternehmen der Medizintechnik

Dr. Constanze Reiche

VDI Technologiezentrum GmbH

Abstract:

Die Bundesregierung verfolgt innerhalb des „nationalen Strategieprozesses“ und dem daraus abgeleiteten Fachprogramm Medizintechnik „Patientenversorgung verbessern – Innovationskraft stärken“ die Stärkung der Innovationskraft der Medizintechnikindustrie.  In diesem Vortrag wird die aktuelle Förderrichtlinie „Innovative medizintechnische Lösungen zur Prävention und Versorgung nosokomialer Infektionen“ des BMBF vorgestellt und auf drei weitere momentan „offene“ Förderrichtlinien hingewiesen.

Studien der industriellen Machbarkeit von PoC-Systemen – förderfähig im BMWi-Programm "Industrielle Gemeinschaftsforschung"

Dr. Markus Safaricz

Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V. (F.O.M.)

Abstract:

Point-of-Care-Systeme (PoC) können Leben retten oder die zunehmende Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen hemmen. Ihre Entwicklung unterliegt allerdings meist hohen technologischen Risiken und oft ist insbesondere die industrielle Umsetzbarkeit nicht gesichert. Der Weg zum Markt ist daher oft begleitet von einem kostspieligen Forschungsaufwand. Aufgrund der anfangs noch unsicheren Machbarkeit werden die Forschungsinvestitionen nicht selten gescheut und selbst gute Innovationsideen nicht weiter verfolgt. Hier können jedoch die Fördermittel des BMWi-Programms "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) weiterhelfen: 100 % der förderfähigen Kosten zwei- bis dreijähriger Machbarkeitsstudien von bis zu drei Forschungsinstituten tragen PoC-Ideen risikofrei bis zum Demonstrator. Das "Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand" (ZIM) unterstützt anschließend die Prototypentwicklung.