LungMicrobiota

Im LungMicrobiota-Projekt untersuchen LGT-Forscher, wie die Gesamtheit der Lungenmikroben (das Lungen-Mikrobiom) auf äußere Einflüsse wie das Rauchen reagiert. Dies soll die Grundlagen für personalisierte Behandlungsstrategien chronischer Lungenkrankheiten schaffen.

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Das sog. Lungenepithel – das Deckgewebe an der Oberfläche der Lunge – steht in unmittelbarem Kontakt zu allen äußeren Einflussfaktoren, die durch die Luft in die Lunge gelangen. Doch die Lungenoberfläche ist nicht steril: Ein spezielles Lungenmikrobiom bildet die Schnittstelle zwischen Lungenepithel und Umweltluft und erfüllt damit eine ähnlich wichtige Funktion wie die Bakterienflora der Haut.

Veränderungen der speziellen Flora der Lungen – so die Hypothese im Projekt LungMicrobiota – könnten eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lungenkrankheiten wie COPD spielen. Die Forscher in diesem Projekt untersuchen deshalb, inwiefern Umweltstressoren die Struktur und Funktion mikrobieller Gemeinschaften der Lunge verändern und wie diese Veränderungen ihrerseits die Funktionen des Lungenepithels beeinflussen.

Ein bekannter Umweltstressor ist Zigarettenrauch, der zugleich Hauptursache chronischer, nicht-infektiöser Lungenerkrankungen ist. In einem multidisziplinären Ansatz werden daher die Struktur und Funktion der Lungenmikrobiota von Rauchern, nicht-Rauchern sowie in Personen, die an einem Tabakrauch-Entwöhnungs-Programm teilnehmen, untersucht und durch ein Mausmodell für aktives Rauchen komplementär ergänzt.