Bioaktive Grenzflächen

FÜR DEN ERFOLG MEDIZINTECHNISCHER PRODUKTE UND TECHNOLOGIEN

Die Leistungsfähigkeit und Sicherheit etablierter sowie neuer medizintechnischer Verfahren sind stark von der Funktionalität der verwendeten Materialien, insbesondere deren Oberflächen abhängig. Bedeutsam für den Erfolg von medizintechnischen Produkten und Technologien (wie z. B. kardiovaskulären Implantaten, neurostimulatorischen Elektroden, Sensoren und Organersatzsystemen) sind die Minimierung unerwünschter Bioadhäsionsphänomene (Ansiedlung von Mikroorganismen [Fouling], Aktivierung von Blutzellen) durch proteinophobe Beschichtungen sowie die selektive Stimulation von molekularen und zellulären Interaktionen mit Oberflächen und die Freisetzung von bioaktiven Substanzen.  Applikationsübergreifend sind die Kontrolle der Blutgerinnung und der Immunreaktionen bei Exposition von Biomaterialien wichtige Ziele, die durch bioaktive Oberflächen erreicht werden können. Neuartige Funktionalisierungskonzepte nutzen dabei adaptionsfähige Freisetzungssysteme, die eine bedarfsgerechte Dosierung von Wirkstoffen realisieren lassen.