Neun Experten für Gesundheitstechnologien: Leibniz-Forschungsverbund beruft fachlichen Beirat

| Der Forschungsverbund „Leibniz Gesundheitstechnologien“ (LGT) hat neun Experten aus Medizin, Industrie, Recht und Versicherungswesen in seinen fachlichen Beirat berufen. Vertreter der 14 Mitgliedsinstitute wählten den Beirat in ihrer Mitgliederversammlung am 23.05.2017 in Berlin. Darüber hinaus tauschten sich die Leibniz-Wissenschaftler über Forschungs-Roadmaps der LGT-Kompetenzfelder aus. Insbesondere die Forschung zu Plasmamedizin, Bioaktiven Grenzflächen und Bildgebenden Methoden stand dabei im Fokus.

Mitgliederversammlung von Leibniz Gesundheitstechnologien in Berlin

Bei der Mitgliederversammlung von Leibniz Gesundheits­technologien wurde der fachliche Beirat des Forschungsverbunds berufen. Das Gremium berät den Verbund in seiner wissenschaftlichen Ausrichtung, der wirtschaftlichen Umsetzung sowie zu gesellschaftspolitischen Aspekten in der Forschung. Berufen wurden zum Beispiel Experten der Universitätsmedizin Rostock, des Helmholtz-Instituts Aachen, der Karl Storz GmbH und der Techniker Krankenkasse.

„Für einen so interdisziplinären Verbund ist die Beratung durch erfahrene externe Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen besonders wichtig, um neue Gesundheitstechnologien möglichst schnell bis zum Patienten zu bringen“, so Prof. Dr. Jürgen Popp, der als Sprecher des Leibniz-Forschungsverbunds bei der Versammlung wiedergewählt wurde. Als stellvertretende Sprecher wurden Prof. Dr. Heinz Fehrenbach vom Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften in Borstel und Prof. Dr. Albert Sickmann vom Dortmunder Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) erneut gewählt.

Bei dem Treffen in den Räumen der Leibniz-Gemeinschaft tauschten sich die LGT-Mitglieder auch über die aktuelle Forschung im Verbund aus: So arbeiten die Forscher im Kompetenzfeld „Plasmamedizin“ bereits an der nächsten Generation ihrer plasmamedizinischen Technologien: „Wir möchten unsere bereits zugelassenen plasmamedizinischen Geräten nun auch mit bildgebenden Verfahren kombinieren und die Forschung zu Biomarkern einbeziehen. Unser Ziel ist es, die derzeitigen Therapiegeräte zu umfassenden plasmamedizinischen Therapie­systemen auszubauen“, erläutert Prof. Dr. Thomas von Woedtke vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald.

Für das LGT-Kompetenzfeld „Bioaktive Grenzflächen“ stellten zudem das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM, Saarbrücken), das Leibniz-Institut für Interaktive Materialien (DWI, Aachen) und das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) ihre gemeinsamen Forschungsansätze vor. Ihre Forschung zu biofunktionalen Hydrogelen, licht-steuerbaren Materialien oder polymerbasierten Beschichtungen soll künftig zielgerichtet in eigene Herstellungs-Strecken der Medizinprodukte an den Leibniz-Instituten münden. Dies sei laut Prof. Dr. Martin Möller eine besonders anspruchsvolle Aufgabe: „Nicht nur die Herstellung solcher Bio-Materialien nach den entsprechenden Normen ist teuer und aufwendig, auch die Prüfung und Zulassung ist durch die extreme Individualisierung bis auf einzelne Patienten ein große Herausforderung. Im Forschungsverbund wollen wir deshalb gemeinsam Konzepte zur koordinierten Translation entwerfen.“

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Mitglieder des fachlichen Beirats von Leibniz Gesundheitstechnologien

Prof. Dr. Hans-Peter Berlien
Evangelische Elisabeth Klinik, Zentrum Lasermedizin

Prof. Dr. Steffen Emmert
Universitätsmedizin Rostock, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie

Dr. Thomas Hirse
CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB

Dr. Klaus Irion
KARL STORZ GmbH & Co. KG

Hardy Müller
WINEG - Wissenschaftliches Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen

Prof. Dr. Wolfgang Petrich
Roche Diabetes Care GmbH

Prof. Dr. Stefan Rupf
Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde

Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode
RWTH Aachen, Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik Aachen

Prof. Dr. Christian Taube
Universitätsmedizin Essen-Ruhrlandklinik, Klinik für Pneumologie