Leibniz-Startup erhält Deutschen Innovationspreis 2018

| Die Firma Coldplasmatech wurde für ihre Kaltplasma-Wundauflage mit dem Deutschen Innovationspreis 2018 in der Kategorie "Start-Ups" ausgezeichnet. Das Unternehmen ist eine Ausgründung des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald (INP) – einem Mitglied von Leibniz Gesundheitstechnologien.

Eine Jury unter dem Vorsitz der Herausgeberin der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“, Miriam Meckel, wählte die Preisträger unter Aspekten wie Wirtschaftlichkeit und Nutzen für Gesellschaft und Umwelt, Marktchancen und Projektkonzept aus.

Coldplasmatech hat basierend auf den Forschungsarbeiten am INP eine Wundauflage für die Therapie von chronischen Wunden entwickelt. Dieses Medizinprodukt nutzt die komplexe Technologie des kalten Plasmas, um die Wundheilung über Desinfektion und Zellaktivierung auf unkomplizierte und schonende Weise zu verbessern. Das Unternehmen ist neben "neoplas tools" bereits das zweite Startup des Greifswalder Leibniz-Instituts, das die vielversprechende Plasma-Technologie in ein Medizinprodukt überführt.

Leibniz-Präsident Matthias Kleiner gratuliert Coldplasmatech im Namen der gesamten Gemeinschaft zu dieser Auszeichnung. Für ihn ist das Start-up ein Paradebeispiel für Innovationsprozesse aus der Wissenschaft: „Die Wundauflage von Coldplasmatech verspricht eine wirkliche Revolution bei der Behandlung chronischer Wunden, unter denen sehr viele Menschen leiden. Entstanden ist sie aus der interdisziplinären Zusammenarbeit von Physikern, Medizinern und Technikern, die zeigt, wie gut die kooperative Wissenschaft in der Leibniz-Gemeinschaft mit ihrem klaren Blick auf den Nutzen für die Gesellschaft funktioniert.“

Matthias Kleiner ist noch ein weiterer Aspekt wichtig: „Die Plasmamedizin in Greifswald zeigt zudem, dass auch abseits der großen Hotspots durch die Kooperation von Leibniz-Instituten, Hochschulen und örtlichen Partnern regionale Innovationszentren mit durchaus globaler Strahlkraft entstehen können.“, so der Leibniz-Präsident, der den harten Wettbewerb der Ideen beim Deutschen Innovationspreis seit mehreren Jahren als Mitglied der Preis-Jury kennt. In diesem Jahr hatte er jedoch bei der Auswahl des Start-up-Preisträgers nicht mitgewirkt.

Der Deutsche Innovationspreis ist eine Initiative der Firmen Accenture, Daimler und EnBw zusammen mit der Wirtschaftswoche und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Der Preis will herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen auszeichnen, die damit Geschäft und Märkte verändern. Er wird seit 2010 jährlich vergeben und gliedert sich in die Kategorien Großunternehmen, mittelständische Unternehmen sowie Start-ups.